Die Hauptbeute der Wiesenweihen in Ostfriesland ist die zur Gattung der Wühlmäuse gehörende Feldmaus (Microtus arvalis).

Die Männchen bejagen im Anschluß an Beuteübergaben nach kurzem Verweilen am Brutstandort zunächst die nestnahen Grünland- und Brachflächen oder breitere Ackerrandstreifen. Bleiben sie hier erfolglos oder sind diese nicht vorhanden, verlassen sie meist zügig das Brutgebiet und suchen die Grünländereien benachbarter Niederungslandschaften wie die der Ostfriesischen Meere, des Knockster und Greetsieler Sieltiefs, der Abelitz sowie ehemaliger Marschseen (u. a. Uhlsmeer) auf. Hier werden Kleinsäuger leichter wahrgenommen und erbeutet.

Die Vögel der deichnahen Brutplätze bejagen zudem die Flächen des Deichkörpers und die Salzwiesen des Deichvorlandes. Aufgrund des hohen Wasserstandes sind diese kaum mit Kleinsäugern besiedelt; hier werden vornehmlich Kleinvögel (insbesondere deren Junge) wie Schafstelze, Wiesenpieper, Rohrammer u. a. erbeutet.

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